Leipziger Buchmesse 2013, Stand vom Böhlau Verlag mit Peter Wegele und seinem Buch “Der Filmkomponist Max Steiner”.
Die Musik diene in Barbara Wysockas Inszenierung eher der Ausmalung einer psychotischen Atmosphäre als dem Ausdruck einer geschundenen Seele in einer brutalen Welt, schreibt Egbert Tholl in der Süddeutschen Zeitung (4.10.2012). “Über weite Strecken dienen Wiederholungsschleifen verfremdeter Motive Bergs vor allem der Herstellung einer beklemmenden, faszinierend unangenehmen Grundstimmung.” In dieser brauche es keine grelle Figuren mehr, um die Krassheit des Stückes herauszuarbeiten. “Bis auf eine Ausnahme - der arme Oliver Mallison muss Woyzecks Freund Andres als besserwisserisch kommentierenden Blödian spielen – gibt es hier, wie sonst oft bei ‘Woyzeck’, keine Karikatur, keine Groteske.” Letztlich erzähle Wysocka brav einen vorgegebenen Text; “aber wie sich dieser ganz fein im Hirn des Betrachters ausbreitet, das macht die Aufführung zu einem psychoästhetischen Erlebnis.”

